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Klassische Musik und Oper von Classissima

Maurice Ravel

Montag 5. Dezember 2016


Crescendo

16. November

Reine Musik: Arabella Steinbacher - Arabella Steinbacher

CrescendoVon den berühmten Geigerinnen ihrer Generation dürfte die Münchner Geigerin Arabella Steinbacher wohl jene sein, um die medial am wenigsten Aufheben gemacht wird. So wundert es, dass ausgerechnet Bild, nicht bekannt für leise Töne, fand: „Diese Frau ist reine Musik.“ Ein großes Lob für die scheue Deutsch-Japanerin, die ihre neue CD mit virtuosem Repertoire vorstellt. Zwei feurige Carmen-Fantasien darunter: eine stammt von Pablo de Sarasate. Eine andere von Franz Waxman, die dieser zu Jean Negulescos Hollywoodfilm Humoresque (1946) produzierte, in dem es übrigens auch um einen Geigenvirtuosen geht. Außerdem das teuflisch schwierige Tzigane von Maurice Ravel. Von großer Tonschönheit sind Steinbachers Interpretationen, und auch den technischen Schwierigkeiten ist sie gewachsen. Doch ihre Deutung bleibt artig und blass – so als übertrage sich ihre Scheu auf ihr Spiel. Besser zu ihrem Temperament passt die in Deutschland selten gespielte Tondichtung The Lark Ascending des Briten Ralph Vaughan Williams. TPR Arabella Steinbacher: „Fantasies, Rhapsodies & Daydreams“ Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Lawrence Foster (Pentatone)

ouverture

17. Oktober

Fantasies Rhapsodies & Daydreams by Arabella Steinbacher (Pentatone)

Fantasien, Rhapsodien und Tag- träume hat Arabella Steinbacher auf dieser CD zusammengefasst – in einer sehr persönlichen Auswahl, die virtuose Bravourstücke mit lyrischen, ausdrucksvollen Werken kombiniert. Das Programm beginnt mit der Carmen-Fantasie von Franz Waxmann (1906 bis 1967) in der Version von Jascha Heifetz. Es folgen Sarasates Zigeunerweisen, The Lark Ascending von Ralph Vaughan Williams (1872 bis 1958), Havanaise op. 83 sowie Introduction et Rondo capriccioso op. 28 von Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921), die Méditation aus Thaïs von Jules Massenet (1842 bis 1912), und zum Abschluss erklingt die Tzigane von Maurice Ravel (1875 bis 1937).  Im Beiheft berichtet die Geigerin, dass sie große Lust darauf hatte, all diese Raritäten einzuspielen, die heutzutage im Konzert nur selten zu hören sind. Üblicherweise, so Steinbacher, studieren Geiger dieses Repertoire in jungen Jahren, um ihre technischen Fertigkeiten daran zu schulen. Die großen Geiger der Vergangenheit, wie Kreisler, Menuhin oder Heifetz, spielten solche Stücke ganz selbstverständlich in ihren Konzertprogram- men, oftmals in eigenen Bearbeitungen. Derzeit gilt das als unangemessen, als unseriös; die meisten Musiker bevorzugen daher Konzerte und Sonaten.  Das ist ziemlich schade, wie diese CD beweist. Denn geigerische Zirkus- kunststückchen, brillant und mit Geschmack vorgetragen, können durchaus vergnüglich sein. Arabella Steinbacher musiziert klangschön auf ihrer Booth-Stradivari aus dem Jahr 1716, unterstützt vom Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo unter Lawrence Foster. Ihr Ton ist hell, klar und beseelt; mitunter freilich auch ein wenig zu brav und harmlos. Zigeunerklänge und tosende Leidenschaften sind ihre Sache eher nicht, aber wenn es um lyrischen Ausdruck geht, dann ist sie in ihrem Element. Wie sie die Lerche zum Himmel hinaufschweben lässt, das ist großes Kino. 




Crescendo

23. September

Harmonie auf allen Ebenen - Harmonie auf allen Ebenen

So, wie sie spielen, scheinen sie auch untereinander zu kommunizieren. Julia Fischer und Daniel Müller-Schott über ihre erste Begegnung, das neue Album und die Frage, ob es Männer oder Frauen auf der Bühne leichter haben. crescendo: „Hochbegabt – was dann?“ hieß eine Podiumsdiskussion des Bayerischen Rundfunks, in der Sie sich vor 20 Jahren kennenlernten. Sie, Daniel, waren 19 und Sie, Julia, zarte 13 und so frech… Julia Fischer: … und so vorlaut, dass Lorin Maazel, der als altes Wunderkind geladen war, mir sagte, wenn ich so spielen sollte, wie ich rede, könne ich ihm am nächsten Tag auch vorspielen. Daniel Müller-Schott: Ich war beeindruckt von Julia, weil sie so klar zu wissen schien, was sie wollte. Deine Vorstellung von der Schule, Julia, dem Studium … war so zack, zack. Das Leben schien schon ausgerechnet. War das wirklich so? JF: Schwer zu sagen. Eigentlich bin ich nicht so, in fünf Jahren ist dies und in acht Jahren das. Wenn ich allerdings eine Entscheidung treffe, dann ziehe ich die konsequent durch. Ich rede dann auch nicht großartig darüber. Damit gehe ich manchen Menschen sicherlich auf die Nerven. DMS: Mir nicht, denn das macht das Musizieren mit Julia klar und schön. Man zweifelt nicht, was man anders hätte machen können. Gewisse Dinge müssen natürlich hinterfragt werden. Es heißt, Daniel, dass Sie Stunden nach einem Konzert Julia simsen können: „Übrigens Takt 143 – habe ich überlegt – könnten wir doch so oder so machen.“ Ist bei Ihnen, Julia, alles nach einem Konzert erledigt? JF: Natürlich setze ich nicht nach jedem Konzert einen Haken. Die Reflexion ist für mich eine sehr wichtige Qualität und Bedingung, damit man mit Musikern über Jahrzehnte zusammenarbeiten kann. Klar sitze auch ich in der Hotelbar und diskutiere, ob man es nicht anders machen könne. Die Nachdenklichkeit von Daniel fasziniert mich … DMS: … für mich läuft die Musik einfach weiter. Ununterbrochen. JF: Wir spielen seit 15 Jahren Brahms Doppel miteinander und trotzdem … DMS: … kann man sich immer wieder darauf freuen. JF: Bei jedem Mal haben wir etwas Neues gefunden. Wir haben in diesen 20 Jahren so viel miteinander gespielt, in jeder Lebenslage und Situation. Es gibt auch die Konzerte, bei denen man den anderen mitziehen muss. Wir sind so miteinander vertraut, kennen jede Geste voneinander, reagieren instinktiv. Vorgestern etwa, da haben wir geprobt, am Abend im Konzert war es dann doch anders … DMS: … und toll … Das Konzert ist nur eine Momentaufnahme, um wieder neue Einsichten zu bekommen. JF: Der Saal gestern war von der Akustik her sehr trocken. In einem solchen Saal funktionieren Tempi anders als dort, wo die Akustik gut ist. Wenn Daniel beim Kodály den ersten Akkord setzt, ist ein Teil der Interpretation gelaufen. Wenn ich jetzt darauf beharren würde, wir haben das aber so in der Probe besprochen, dann würde es nicht klappen. Es ist meine Aufgabe zu antworten auf das, was er sagt und wie er es sagt. Merkt man es, wenn das Publikum noch nicht aufmerksam bei der Sache ist? JF: Klar, das ist wie bei einer vor sich hindösenden Schulklasse. Die beeinflusst ja auch den Unterricht. DMS: Wenn ich spüre, dass die Menschen noch nicht da sind, dann setze ich mich hin und mache manchmal bewusst nichts. Die Leute fragen sich dann, warum fängt der nicht an? JF: Wenn die Leute das Werk nicht kennen, dann fangen sie an, ins Programm zu schauen … DSM: Das ist immer lustig, wenn die Menschen anfangen zu lesen, weil die Musik ihnen zu kompliziert erscheint. So in der Art: Wo ist die Stelle? DMS: Genau! Wo ist die Stelle! JF: Manchmal habe ich ein paar Sätze zu dem Stück gesagt … DMS: Das schätzen die Menschen. Man will ihnen näherkommen, sie zu unbekannter Musik führen. JF: Dazu gehören Respekt und Liebe zum Publikum. Es ist sehr gefährlich, wenn der Musiker in der Art auftritt: „Ich bin hier der Chef. Ich will euch hier was sagen.“ Als junger Mensch habe ich das nicht so wahrgenommen, hatte vielleicht auch nicht den Mut. Ich habe mich verkrochen in meiner Musik. DSM: Ich habe immer gedacht, wenn ich etwas fühle, dann müsste es sich auch übertragen. Die Verbindung zum Publikum herzustellen, braucht Mut … JF: … und Erfahrungen. Auf Ihrem neuen Album ist auch eine der schönsten Sonaten für Violine und Violoncello von Maurice Ravel, aber Kritiker nannten sie „Massaker“ … DMS: Weil wir als Musiker die Ellbogen ausfahren und kämpfen müssen, um Harmonie zu erringen. Die Struktur ist sehr komplex. Das zu durchdringen, die Übersicht zu finden, wo die Themen, die wichtigen Momente sind, das braucht Analyse. JF: Man muss beide Stimmen kennen, die eigene und die andere. Das gilt auch bei Zoltán Kodálys rhythmischen Vertracktheiten von op. 7. Wenn man da anfängt zu zählen, um zusammenzubleiben, kommt man schnell aus dem Takt. Es muss rhapsodisch frei fließen. 2003 haben wir Ravel zum ersten Mal gespielt, 2004 Kodály. DMS: Von Mal zu Mal wird man freier und es ist einfach schön, wenn man es aus der Vogelperspektive betrachten kann und nicht nur im Tunnel steckt und denkt, da kommt ein Licht, und dann kommt ein Zug. (Lachen) JF: Daniels Freiheit ist genauso wichtig wie meine Freiheit, seine darf meine nicht zerstören und umgekehrt. Unser Duo ist eine Lebensschule, durch die man da geht. Auch bei Schulhoffs Duo für Violine und Violoncello von 1925? DMS: Das war meine Idee. Ich glaube, du hast ihn auch lieben gelernt. JF: Vieles eröffnet sich einem nicht beim ersten Mal. Man muss sich damit auseinandersetzen. Schulhoff ist rhythmisch weniger komplex. Last but not least: die ebenfalls im Album enthaltene Passacaglia von Johann Halvorsen. JF: Das Stück passt zu uns. Es ist wie eine zweite Haut. Zurück zum Thema dieser Talkshow: Geht die Karriere einer hochbegabten Geigerin anders als die eines Cellisten? DSM: Das ist eine interessante Frage. JF: Als Geiger hat man ein anderes Repertoire, das einen eher zum Star werden lässt. DSM: Paganini ist ein Beispiel dafür … Wir hatten immer eine gute Mischung zwischen solistisch und Kammermusik. Die Celloliteratur ist nicht so groß. Und Julia ist eine Frau … JF: Daniel sieht auch sehr gut aus! Als Frau wird man anders gesehen. Bei meinem Debüt in New York mit 17 landete nach der Generalprobe bei meinem Management eine „Beschwerde“: Ich sei ungeschminkt in die Probe gegangen. Die Angst, nicht wieder eingeladen zu werden, weil man nicht geschminkt war, ist natürlich völliger Quatsch. Pablo Casals sollte sich seinerzeit ein Toupet aufsetzen … DSM: Dieses sich präsentieren zu müssen, hilft der Musik nicht. Verinnerlichung, Zeit – das ist wichtig. Großartig fand ich, dass er mit 93 gefragt wurde: „Herr Casals, warum üben Sie denn noch?‘ Und er: „Ich habe das Gefühl, ich mache Fortschritte.“ (Lachen) Teresa Pieschacón Raphael CD Julia Fischer und Daniel Müller-Schott: „Duo Sessions“, Kodály, Schulhoff, Ravel, Halvorsen (Orfeo) Tourdaten Julia Fischer auf Tournee 19., 20.11. Dresden, Schauspielhaus 22.11. München, Philharmonie 23.11. Innsbruck (A), CMI Kongress und Messe Daniel Müller-Schott auf Tournee 17.9. Neubrandenburg, Konzertkirche 29.09. Lugano (CH), LAC 09.11. Trier, Kurfürstliches Palais 11., 13., 14.11. Frankfurt, Alte Oper

Crescendo

23. September

Julia Fischer und Daniel Müller-Schott: Harmonie auf allen Ebenen - Julia Fischer und Daniel Müller-Schott

So, wie sie spielen, scheinen sie auch untereinander zu kommunizieren. Julia Fischer und Daniel Müller-Schott über ihre erste Begegnung, das neue Album und die Frage, ob es Männer oder Frauen auf der Bühne leichter haben. crescendo: „Hochbegabt – was dann?“ hieß eine Podiumsdiskussion des Bayerischen Rundfunks, in der Sie sich vor 20 Jahren kennenlernten. Sie, Daniel, waren 19 und Sie, Julia, zarte 13 und so frech… Julia Fischer: … und so vorlaut, dass Lorin Maazel, der als altes Wunderkind geladen war, mir sagte, wenn ich so spielen sollte, wie ich rede, könne ich ihm am nächsten Tag auch vorspielen. Daniel Müller-Schott: Ich war beeindruckt von Julia, weil sie so klar zu wissen schien, was sie wollte. Deine Vorstellung von der Schule, Julia, dem Studium … war so zack, zack. Das Leben schien schon ausgerechnet. War das wirklich so? JF: Schwer zu sagen. Eigentlich bin ich nicht so, in fünf Jahren ist dies und in acht Jahren das. Wenn ich allerdings eine Entscheidung treffe, dann ziehe ich die konsequent durch. Ich rede dann auch nicht großartig darüber. Damit gehe ich manchen Menschen sicherlich auf die Nerven. DMS: Mir nicht, denn das macht das Musizieren mit Julia klar und schön. Man zweifelt nicht, was man anders hätte machen können. Gewisse Dinge müssen natürlich hinterfragt werden. Es heißt, Daniel, dass Sie Stunden nach einem Konzert Julia simsen können: „Übrigens Takt 143 – habe ich überlegt – könnten wir doch so oder so machen.“ Ist bei Ihnen, Julia, alles nach einem Konzert erledigt? JF: Natürlich setze ich nicht nach jedem Konzert einen Haken. Die Reflexion ist für mich eine sehr wichtige Qualität und Bedingung, damit man mit Musikern über Jahrzehnte zusammenarbeiten kann. Klar sitze auch ich in der Hotelbar und diskutiere, ob man es nicht anders machen könne. Die Nachdenklichkeit von Daniel fasziniert mich … DMS: … für mich läuft die Musik einfach weiter. Ununterbrochen. JF: Wir spielen seit 15 Jahren Brahms Doppel miteinander und trotzdem … DMS: … kann man sich immer wieder darauf freuen. JF: Bei jedem Mal haben wir etwas Neues gefunden. Wir haben in diesen 20 Jahren so viel miteinander gespielt, in jeder Lebenslage und Situation. Es gibt auch die Konzerte, bei denen man den anderen mitziehen muss. Wir sind so miteinander vertraut, kennen jede Geste voneinander, reagieren instinktiv. Vorgestern etwa, da haben wir geprobt, am Abend im Konzert war es dann doch anders … DMS: … und toll … Das Konzert ist nur eine Momentaufnahme, um wieder neue Einsichten zu bekommen. JF: Der Saal gestern war von der Akustik her sehr trocken. In einem solchen Saal funktionieren Tempi anders als dort, wo die Akustik gut ist. Wenn Daniel beim Kodály den ersten Akkord setzt, ist ein Teil der Interpretation gelaufen. Wenn ich jetzt darauf beharren würde, wir haben das aber so in der Probe besprochen, dann würde es nicht klappen. Es ist meine Aufgabe zu antworten auf das, was er sagt und wie er es sagt. Merkt man es, wenn das Publikum noch nicht aufmerksam bei der Sache ist? JF: Klar, das ist wie bei einer vor sich hindösenden Schulklasse. Die beeinflusst ja auch den Unterricht. DMS: Wenn ich spüre, dass die Menschen noch nicht da sind, dann setze ich mich hin und mache manchmal bewusst nichts. Die Leute fragen sich dann, warum fängt der nicht an? JF: Wenn die Leute das Werk nicht kennen, dann fangen sie an, ins Programm zu schauen … DSM: Das ist immer lustig, wenn die Menschen anfangen zu lesen, weil die Musik ihnen zu kompliziert erscheint. So in der Art: Wo ist die Stelle? DMS: Genau! Wo ist die Stelle! JF: Manchmal habe ich ein paar Sätze zu dem Stück gesagt … DMS: Das schätzen die Menschen. Man will ihnen näherkommen, sie zu unbekannter Musik führen. JF: Dazu gehören Respekt und Liebe zum Publikum. Es ist sehr gefährlich, wenn der Musiker in der Art auftritt: „Ich bin hier der Chef. Ich will euch hier was sagen.“ Als junger Mensch habe ich das nicht so wahrgenommen, hatte vielleicht auch nicht den Mut. Ich habe mich verkrochen in meiner Musik. DSM: Ich habe immer gedacht, wenn ich etwas fühle, dann müsste es sich auch übertragen. Die Verbindung zum Publikum herzustellen, braucht Mut … JF: … und Erfahrungen. Auf Ihrem neuen Album ist auch eine der schönsten Sonaten für Violine und Violoncello von Maurice Ravel, aber Kritiker nannten sie „Massaker“ … DMS: Weil wir als Musiker die Ellbogen ausfahren und kämpfen müssen, um Harmonie zu erringen. Die Struktur ist sehr komplex. Das zu durchdringen, die Übersicht zu finden, wo die Themen, die wichtigen Momente sind, das braucht Analyse. JF: Man muss beide Stimmen kennen, die eigene und die andere. Das gilt auch bei Zoltán Kodálys rhythmischen Vertracktheiten von op. 7. Wenn man da anfängt zu zählen, um zusammenzubleiben, kommt man schnell aus dem Takt. Es muss rhapsodisch frei fließen. 2003 haben wir Ravel zum ersten Mal gespielt, 2004 Kodály. DMS: Von Mal zu Mal wird man freier und es ist einfach schön, wenn man es aus der Vogelperspektive betrachten kann und nicht nur im Tunnel steckt und denkt, da kommt ein Licht, und dann kommt ein Zug. (Lachen) JF: Daniels Freiheit ist genauso wichtig wie meine Freiheit, seine darf meine nicht zerstören und umgekehrt. Unser Duo ist eine Lebensschule, durch die man da geht. Auch bei Schulhoffs Duo für Violine und Violoncello von 1925? DMS: Das war meine Idee. Ich glaube, du hast ihn auch lieben gelernt. JF: Vieles eröffnet sich einem nicht beim ersten Mal. Man muss sich damit auseinandersetzen. Schulhoff ist rhythmisch weniger komplex. Last but not least: die ebenfalls im Album enthaltene Passacaglia von Johann Halvorsen. JF: Das Stück passt zu uns. Es ist wie eine zweite Haut. Zurück zum Thema dieser Talkshow: Geht die Karriere einer hochbegabten Geigerin anders als die eines Cellisten? DSM: Das ist eine interessante Frage. JF: Als Geiger hat man ein anderes Repertoire, das einen eher zum Star werden lässt. DSM: Paganini ist ein Beispiel dafür … Wir hatten immer eine gute Mischung zwischen solistisch und Kammermusik. Die Celloliteratur ist nicht so groß. Und Julia ist eine Frau … JF: Daniel sieht auch sehr gut aus! Als Frau wird man anders gesehen. Bei meinem Debüt in New York mit 17 landete nach der Generalprobe bei meinem Management eine „Beschwerde“: Ich sei ungeschminkt in die Probe gegangen. Die Angst, nicht wieder eingeladen zu werden, weil man nicht geschminkt war, ist natürlich völliger Quatsch. Pablo Casals sollte sich seinerzeit ein Toupet aufsetzen … DSM: Dieses sich präsentieren zu müssen, hilft der Musik nicht. Verinnerlichung, Zeit – das ist wichtig. Großartig fand ich, dass er mit 93 gefragt wurde: „Herr Casals, warum üben Sie denn noch?‘ Und er: „Ich habe das Gefühl, ich mache Fortschritte.“ (Lachen) Teresa Pieschacón Raphael Julia Fischer: Fischer & Müller-Schott: Duo Sessions Orfeo (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-) Tourdaten Julia Fischer auf Tournee 19., 20.11.16 Dresden, Schauspielhaus 22.11.16 München, Philharmonie 23.11.16 Innsbruck (A), CMI Kongress und Messe Daniel Müller-Schott auf Tournee 17.9.16 Neubrandenburg, Konzertkirche 29.09.16 Lugano (CH), LAC 09.11.16 Trier, Kurfürstliches Palais 11., 13., 14.11.16 Frankfurt, Alte Oper



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